Gesunde Lebensmittel auf städtischen Agrarflächen
Die landwirtschaftlichen Flächen der Stadt Biel sollen so genutzt werden, dass sie die Versorgung unserer Region mit gesunden Nahrungsmitteln verbessern. So lautet das Kernanliegen eines Postulats, das Stadträt:innen der Linken und der Mitteparteien im August 2025 dem Gemeinderat vorgelegt haben. Konkret geht es darum, stadteigene Flächen im Bözingenfeld, in Mett, im Berghaus und im Lindequartier für den ökologischen Anbau biologischer Lebensmittel zu nutzen. Allein die vier Hektar städtischen Bodens im Lindequartier könnten etwa 500 Personen mit Gemüse versorgen.
Das Postulat verlangt, dass Personen mit beschränkten finanziellen Mitteln Zugang zu den auf diesen Flächen produzierten Lebensmitteln erhalten sollen. Der Vorstand der SP Biel-Madretsch unterstützt dieses Anliegen. Er ruft dazu auf, die zu diesem Thema lancierte Petition zu unterzeichnen. Sie ist unterhalb dieses Artikels zu finden.
Gut für Menschen mit kleinem Portemonnaie, gut für das Klima
Ein Sechstel der Bieler Bevölkerung ist von materieller Armut betroffen. Wer jeden Fünfer zweimal umdrehen muss, hat oft keine Möglichkeit, sich mit gesunden Lebensmitteln zu versorgen. Würden auf den insgesamt 50 Hektaren städtischer Ackerflächen biologische Lebensmittel produziert, könnten schätzungsweise 9000 Personen mit biologischem, regional genutztem Gemüse versorgt werden. Dank einer agrarökologischen Bewirtschaftung könnten die städtischen Agrarflächen das Treibhausgas Kohlendioxid absorbieren. Dass wäre gut für das Klima! Zudem trägt der Anbau nach ökologischen Prinzipien dazu bei, dass der Boden Zeiten der Trockenheit besser aushält.

