Soziale Fortschritte im Roten Biel
Vor fast hundert Jahren entstanden in Biel-Madretsch die Siedlungen Möösli I und Möösli II. Nach den Siedlungen am Rennweg in Mett und im Falbringen verwirklichte der Bieler Architekt Eduard Lanz damit sein drittes Projekt des genossenschaftlichen Wohnungsbaus im «Roten Biel». Im Vordergrund stand der Kampf gegen die damalige Wohnungsnot. Doch für Lanz, der später auch die Pläne für das 1932 erbaute Volkshaus entworfen hat, war der genossenschaftliche Wohnungsbau auch eine wichtige Komponente des «Gemeindesozialismus», den die seit 1921 sozialdemokratisch regierte Stadt Biel damals Schritt für Schritt verwirklichen wollte.
Der Alltag im Möösli-Quartier 1939-1945
In einer späteren Phase des «Roten Biel», nämlich in den Jahren des Zweiten Weltkriegs, ist die Bieler Musiker, Komponist und Schriftsteller Daniel Andres in der Siedlung Möösli II aufgewachsen. In seinem im Jahr 2004 erschienenen Werk «Im Mösli» gab er Einblicke in das damalige Leben im Möösliquartier.
Ziele unseres Anlasses
Unser kostenloser Anlass mit Matthias Grütter vom 24. Oktober möchte an die Bedeutung des gemeinnützigen Wohnungsbaus in Biel und das diesbezügliche Engagement von Eduard Lanz erinnern, aber auch eine Begegnung mit den Erinnerungen von Daniel Andres ermöglichen.
Am Schluss stellen wir die Frage, wie die aktuellen Probleme im Wohnungsbau angegangen werden könnten.
Ort und Zeit:
14 Uhr: Besammlung am Guisanplatz. Einführung zu Eduard Lanz und zur Bedeutung des Neuen Bauens in Biel. Anschliessend Führung zum genossenschaftlichen Wohnungsbau im Mösliquartier. Abschliessend ein Gespräch zu aktuellen Problemen im Wohnungsbau und ein offerierter Apéro.

