Solidarität mit dem Personal von Telebielingue!

Trotz fehlender Konzession – retten wir möglichst viele Arbeitsplätze!
Telebielingue, das Pioniermedium für zweisprachiges Fernsehen, hat kürzlich seine Konzession in letzter Instanz verloren. Weil Telebielingue kurz darauf eine Massenentlassung angekündigt hat, organisiert sich das Personal des Fernsehsenders. Anlässlich ihrer Versammlung vom 2. April haben die Medienschaffenden die Gewerkschaft Syndicom mandatiert, ihre Interessen zu verteidigen. Das Hauptziel ist die Rettung möglichst vieler Arbeitsplätze. Unser Vorstand unterstützt die Anliegen des Telebielingue-Personals.

Die nächsten Schritte

Eine Delegation des Telebielingue-Personals wird gemeinsam mit Syndicom an einem Konsultationsprozess teilnehmen. In diesem Prozess soll die aktuelle Lage analysiert werden, damit konkrete Forderungen gestellt werden können.

Mehr Zeit, mehr Informationen!
Der Konsultationsprozess soll nur bis zum 22. April dauern – für die Delegation des Personals ist dies klar ungenügend. Nach der Ankündigung einer Massenentlassung braucht es Zeit, um eine gründliche Lagebeurteilung vornehmen zu können, betont Stephanie Vonarburg, die für den Medienbereich zuständige Syndicom-Verantwortliche. Es braucht auch mehr Transparenz seitens der Firma Gassmann Media: Erst verlässliche Angaben über die wirtschaftliche Lage der Firma erlauben es, eine seriöse Lagebeurteilung vorzunehmen.

Das steht auf dem Spiel
Für uns Medienkonsument:innen geht es um das Überleben eines echt zweisprachigen Fernsehprogramms, denn dafür braucht es die Weiterbeschäftigung von möglichst vielen Telebielingue-Medienschaffenden. Für die Medienschaffenden steht ihre berufliche Zukunft auf dem Spiel:  Etwa 40 Telebielingue-Angestellte sollen entlassen werden, betroffen sind zudem 16 freischaffende Journalist:innen. Angesichts des Konzessionsverlusts ist jeder gerettete Arbeitsplatz ein Sieg – und für alle von einer Entlassung Betroffenen braucht es einen grosszügigen Sozialplan!

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