Wir unterstützen den diesjährigen feministischen Streik und werden an der Kundgebung in Biel teilnehmen. Dies aufgrund der folgenden Sachlage:
Trotz Fortschritten: Die Gleichstellung ist noch nicht erreicht worden
Seit 45 Jahren ist der Grundsatz der Gleichbehandlung von Mann und Frau in der Bundesverfassung verankert. Der grosse Frauenstreik vom 14. Juni 1991, der an den diesen Verfassungsauftrag erinnern sollte, hat nach und nach zu Verbesserungen geführt. Doch noch immer gibt es Gründe, für das Prinzip der Gleichstellung aller Menschen einzustehen – ob Frau, ob Mann, ob non-binär:
● Handlungsbedarf gibt es zum Beispiel bei der Vertretung der Frauen im Parlament und in den Regierungen.
● Auch bei den Kaderstellen in der Wirtschaft sind die Frauen untervertreten. Bei den Löhnen betrug das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern im Jahr 2024 immer noch 8,4 Prozent. Zudem ist es immer noch so, dass die Frauen den grösseren Teil der unbezahlten Arbeit leisten.
● Empörend ist zudem die rohe Gewalt, die gegen Frauen ausgeübt wird. Im Jahr 2025 wurden nach Angaben des Bundesamts für Statistik 25 Femizide verzeichnet, dieses Jahr wurden bisher bereits 13 Frauen getötet: In Carouge, Bellinzona, St. Gallen, Engwang, Staufen, Gnosca, Urnäsch (2 Femizide), Grabs, Baden, Vernier, Faoug und Birr. Nach Schätzungen wurde und wird jede fünfte Frau geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt ausgesetzt.
Der feministische Streik in Biel
Die Demonstration beginnt um 14 Uhr, doch schon ab 13 Uhr 15 werden die ersten Aktivistinnen auf dem Walserplatz eintreffen. Von 15 Uhr bis 20 Uhr gibt es ein interessantes Programm mit Reden, Infoständen, Essen, Musik und Aufführungen.

